
Stellen Sie sich vor, …
… jemand hat sich sein Leben lang bemüht, ökologisch nachhaltig und, so gut es eben geht, im Einklang mit seiner Umwelt zu leben. Nun soll der letzte Fußabdruck, der hinterlassen wird, natürlich ebenfalls möglichst grün sein. Dazu haben wir eine Bestattung zusammengestellt, die nicht nur bei den Hinterbliebenen, sondern auch bei der Umwelt einen guten Eindruck hinterlässt: Die Grüne Linie. Der biologische Kreislauf dient dabei als Idealvorstellung von Nachhaltigkeit und stellt gleichzeitig den würdigsten Abschluss eines umweltfreundlichen und gut gelebten Lebens dar.
Aber wie geht das?
Wie so oft im Leben ist es nicht mit einer einzigen Maßnahme getan. Deshalb drehen wir an den verschiedensten Stellschrauben, um gemeinsam mit Ihnen einen nachhaltigen Beitrag zur Umwelt zu leisten.

Die Bestattung
erfolgt wahlweise in einem Sarg aus Eiche oder Wildeiche mit geölter oder gewachster Oberfläche. Die Griffe können dabei aus Holz oder Seil bestehen und auch die Innenausstattung ist vollständig biologisch abbaubar. Der Sarg wird von lokalen Schreinern hergestellt – aus Holz aus regionalem und nachhaltigem Forstbetrieb.
Särge aus Echtholz sind von Natur aus automatisch “Bio“. Wir verwenden für die Grüne Linie ausschließlich Särge aus nachhaltiger Forstwirtschaft aus der Region. Für die Grüne Linie verzichten wir zudem auf lösemittelhaltige Leime und Lacke, sowie Sarggriffe aus Kunststoff. Insgesamt verwenden wir dabei so wenig Metall wie möglich. Die Sargpolster sind mit Holzwolle oder Sägespänen gefüllt und auch die sonstige Sargausstattung besteht aus Naturstoffen. Die Kleidung des Verstorbenen sollte ebenfalls aus vergänglichen Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Seide bestehen.

Der Friedhof
ist das zentrale Element der Grünen Linie. Er wird am besten möglichst nahe liegend gewählt und bietet damit zunächst die Vorteile einer guten Infrastruktur mit kurzen und damit emissionsarmen Überführungsfahrten für den Bestatter und kurzen Anfahrtswegen für die Trauergäste und Angehörigen. In der Folge wird der Friedhof als Biotop mit seinem großen Baumbestand und seiner unwahrscheinlichen Artenvielfalt gestärkt – und bleibt dadurch ein wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Dies bietet vor allem auch den bedrohten Arten einen Rückzugsraum. Brutvögel, Fledermäuse, Laufkäfer, holzbewohnende Käfer, Spinnen, Bienen und viele mehr werden so besonders geschützt. Die ökologische Aufwertung der Friedhöfe erhöht deren Attraktivität, erhält damit wertvolles Kulturgut und stärkt das öffentliche Grün mit seinem kulturellen und historischen Stellenwert. Die damit verbundene positive Wirkung auf das Stadtklima führt zur Senkung der Temperatur bei Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, Bindung von Staub und Produktion von Sauerstoff. Auf diese Weise wird nicht zuletzt auch für uns Menschen ein grünes Rückzugsgebiet geschaffen, in dem wir trotz aller Traurigkeit den Alltag vergessen, die Natur genießen, frische Luft tanken und gedanklich loslassen können.
Darüber hinaus unterstützen wir Natur- und Umweltschutzprojekte, wie bspw. das Buchen UrWaldprojekt von Peter Wohllebens Waldakademie in der Eifel.